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Ein paar Erklärungen zu Abkürzungen und Begriffen die auf TitanMule als Detailangaben zu Filmen verwendet werden
 

Cam-Rip (Cam)

Als Cam-Rip (oder einfach nur Cam) bezeichnet man in der Szene die Aufnahme eines Kinofilms, die mit Hilfe eines handelsüblichen Camcorders in einem besuchten Kino aufgenommen wurde.

Die Qualität dieser Aufnahmeart reicht von schlecht bis akzeptabel und ist von Release zu Release sehr unterschiedlich. Meist ist die Aufnahme milchig, rauschend oder zu dunkel, auch sind gelegentlich Köpfe anderer Kinobesucher zu erkennen. Seltener sind Verwacklungen durch das Bewegen des Camcorders wahrzunehmen, jedoch ist die Tonqualität meist schlecht, da z. B. externe Störgeräusche wie das Lachen oder Gerede der Kinobesucher zu hören sind. Häufig ist auch ein monotones Rauschen im Hintergrund zu hören und der Ton wirkt dumpf. Viele Hersteller dieser Rips vergessen bei der Aufnahme im Kino, den Autofokus der Kamera zu deaktivieren. Bei sehr dunklen Szenen verliert diese dann den Focus und sucht ihn neu. Der Effekt ist, dass es immer wieder mal scharf und unscharf wird. Die Schärfe kommt mit einer verzögerung von 2-3 sek zurück, sobald die dunkle Szene vorbei ist.

Es ist die Schlechteste aller Aufnahmearten, die jedoch meist als erstes im Internet auftaucht. Die nächst bessere Aufnahmeart ist Telesync.

 

R5

R5 steht für den Regionalcode 5:

Wie man sehen kann, betrifft der vor allem Russland. In der "Szene" werden damit also DVDs bezeichnet, die speziell in Russland erschienen sind. Seit einiger Zeit versucht die Filmindustrie dort den steigenden Raubkopie-Verkäufen in Russland Herr zu werden. Daher werden viele Filme wesentlich früher als anderswo auf der Welt herausgebracht.

R5-DVDs enthalten kein Zusatz- oder Bonusmaterial, und sind nur selten bildtechnisch überarbeitet. Sie liefern jedoch eine hervorragende Qualität, die von einem DVD-Rip oft gar nicht zu unterscheiden ist.

Es ist wesentlich einfacher, nur eine Tonspur im Kino aufzunehmen, als eine Kamera so aufzubauen, dass sie ein gutes Bild aufzeichnet. Daher Verknüpfen viele Szenen-Releaser das Bildmaterial eines R5-Ripps mit eigenen Tonspuren (die dann jedoch meistens sehr dumpf klingen) Meistens trifft man daher R5 mit der Ergänzung mic dubbed an.

 

Screener (SCR, DVDscreener)

Screener sind Filme, die Journalisten und Kritikern, Preis-Jurys oder anderen Personen aus der Filmindustrie (etwa Produzenten) in Form einer VHS-Kassette zur Ansicht zur Verfügung gestellt werden. Häufig erscheinen jene Filme auch im Internet und weisen meist eine akzeptable Bild- und Ton-Qualität auf.

Die Qualität wird oft dadurch von den Filmstudios reduziert, indem die Screener mit Schwarz-Weiß-Abschnitten, mit eingeblendeten Hinweistexten oder einem Zeitzähler versehen werden. Oft enthält er auch noch nicht fertig gestellte Szenen.

 

DVD Screener

Ähnlich wie bei einem VHS-Screener, ist das Quellmedium für einen DVD-Screener eine für die Presse vorab veröffentlichte DVD. Bild- und Ton-Qualität kommen einem DVD-Rip qualitativ oft schon sehr nahe. Auch hier können allerdings oft Störsignale enthalten sein.

 

Telesync (TS)

Telesync (TS) ist eine Form des Rippens von Kinofilmen.

Diese Filmkopien werden mit Videokameras im Kino von der Leinwand abgefilmt. Die Bildqualität unterscheidet sich im wesentlichen nur kaum von der eines Cam-Rips.

Der Ton wird bei solchen Releases oft durch andere Audio-Quellen (z.B. Line-Dubbed - LD, Mic-Dubbed - MD) ersetzt.

Telesyncs sind im Internet weit verbreitet, da sie mit relativ einfacher Ausrüstung erstellt werden können. Häufig erscheinen somit neue Filme schon vor ihrer Kinopremiere im Internet.

Die qualitativ nächsthöhere Stufe zum Telesync ist Telecine.

 

Workprint (WP)

Ein besonderes Bonbon für Filmfans. Diese Veröffentlichung ist sozusagen eine "Betaversion" eines Films. Ihre Veröffentlichung auf VCD ist meist weit vor dem weltweiten Kinostart. Es ist eine Vorabversion des Films, daher ist qualitativ von exzellent bis fast unanschaubar alles möglich, je nach Quellmaterial. Oft fehlen allerdings noch einige Szenen oder die Schnitte sind unschlüssig. Positiv ist, dass manchmal Szenen enthalten sind, die im Endprodukt dem Schneidetisch zum Opfer fallen. Bei einigen dieser Produktionen ist am unteren oder oberen Bildrand ein laufender Zähler - ein sogenannter Timecode - der zum Schneiden des Filmmaterials benötigt wird, eingeblendet. Manchmal wechseln auch die Audiospuren zwischen deutsch und englisch.In der heutigen Zeit sind Workprints oft nur noch schwer zu bekommen.

 

Telecine (TC)

Der Begriff Telecine (TC) bezeichnet in der Szene eine im Internet verbreitete Kopie eines Kinofilms, die mittels eines professionellen Filmabtasters direkt vom Kinofilm gerippt wurde. Der Begriff steht in Abgrenzung zu Cam-Rip / Telesync / DVD-Rip / Screener und R5.

Unmittelbar vor und nach Kinostart eines Filmes sind zunächst nur Telesyncs, Telecines, Cam-Rips oder Screeners im Internet erhältlich. Das Erscheinen von R5 und DVD erfolgt meist mit einer zeitlichen Verzögerung von ein paar Monaten. Der Vorteil von Telecines liegt somit in der schnelleren Verfügbarkeit bei akzeptabler Qualität.

Telecines weisen im Gegensatz zu von der Leinwand abgefilmten Telesyncs und Cam-Rips eine deutlich höhere Qualität auf. Während letztere oftmals verwackelt, verwaschen und flackerig aufgenommen sind, reicht die Qualität eines Telecines teilweise an die eines DVD-Screeners heran. Andererseits sind Telecines schwerer herzustellen: ein Filmabtaster ist ein teures Studiogerät, welches nur selten im Hobbybereich anzutreffen ist; ferner ist physischer Zugang zum Filmmaterial vonnöten, d.h. es muss z.B. von einem Kinomitarbeiter ausgeliehen werden. Die Folge ist, dass nur wenige Filme aus Telecine erscheinen.

Angeblich stammen Telecines oftmals aus Russland und asiatischen Ländern von kommerziellen Schwarzkopierern. Da Releasegroups diese nicht selbst herstellen, haben sie in asiatischen Ländern Kontakte, die Filmkopien herstellen bzw. auf Schwarzmärkten kaufen und weitergeben.

 

DVD- oder LD-Rip

Hier wurde eine offizielle DVD oder eine Laserdisk als Quelle für den Ripp benutzt. Qualitativ sind diese Versionen exzellent, allerdings sind sie bei neuen Filmen selten zu finden, da die offiziellen DVD oder Laserdisks erst einige Zeit nach Kinostart in den USA auf den Markt kommt. Trotzdem kann die Veröffentlichung vor dem Kinostart in Deutschland liegen, da viele Filme hierzulande mit ca. einem halben Jahr Verzögerung anlaufen.

 

Director's Cut (DC)

Ein Film mit speziellen Szenen, die in der Urveröffentlichung nicht zu sehen waren. Bei vielen Filmen hat nicht der Regisseur das letzte Wort, sondern die Produzenten bestimmen, in welcher Schnittfassung ein Film in unsere Kinos kommt. Ein Regisseur, der mit der Kinoversion seines Films nicht einverstanden war, hat vielleicht später die Gelegenheit, eine Schnittfassung zu erstellen, die seinen Vorstellungen entspricht. Diese Fassung nennt man "Director's Cut".

 

Dubbed (LD, LineDub, MicDub)

Originalton ist ersetzt worden (z.B. Ton aus einem deutschen Kino genommen und mit nem englischen Release gemixt) Mic.Dubbed = z.B.: engl. Release mit deutscher Tonspur versehen, die per Micro im Kino aufgenommen wurde Line.Dubbed = z.B.: engl. Release mit deutscher Tonspur versehen, die über den Line-Ausgang von einer externen Quelle im Kino aufgenommen wurde.

 

Propper

Beschreibt eine Bessere Version eines Files. Bei Filmen ist es meist eine bessere Bild- oder Tonquelle. Bei Programmen kann es ein Keygen, Update oder ähnliches sein.

Proper bedeutet soviel wie "sauber".

 

Recode

Ein Release wurde in ein anderes Format umkonvertiert (z.B. 3CD SVCD Release --> 1CD DivX Release), oder neu encodiert.

Ein moderner Codec vermag allerdings ein Video bei gleicher Qualität deutlich besser zu Komprimieren. Für Datenarchive auf dem PC sind daher moderne Codecs besser geeignet. DVD-Player spielen zum Teil nicht alle Formate ab - daher ist es praktisch, wenn man von einem File mehrere Formate zur Verfügung hat.

Der grosse Nachteil liegt darin, dass jede neue encodierung automatisch mit einem Qualitätsverlust verbunden ist.

 

Repack

Beim Packen des Release z. B. zu einem RAR-Archiv kam es zu Fehlern und das Archiv wies beim entpacken bspw. CRC-Fehler auf und wurde deshalb erneut gepackt und neu released.

 

ReRip

Das Release wurde erneut vom Quellmedium entnommen und released.

 

Special Edition (SE)

Ein Video oder eine DVD kann auch als Special Edition herausgebracht werden. Eine Special Edition unterscheidet sich meist durch das Bonusmaterial und/oder zusätzlichen Szenen, die in der Kinoversion und in der normalen Video-/DVD-Fassung nicht enthalten sind.

 

Subbed

Dieses Movie besitzt Untertitel:

Untertitel bezeichnen Textzeilen, die in einem Film oder einem Fernsehbild meist am unteren Rand eingeblendet werden, um gesprochene Inhalte aus einer Fremdsprache zu übersetzen. In vielen Ländern werden fremdsprachige Filme aus Kostengründen in der Regel untertitelt, anstatt sie zu synchronisieren.

 

Watermarked

Kleine dauerhafte Einblendungen irgendwelcher Kürzel oder Symbole der Release-Group oder des Verleihers.

Verleiher-Einblendungen sind meistens nur auf PresseDVDs (oder deren Ripps) anzutreffen und tauchen in unterschiedlichster Form auf. Einige Verleiher blenden nur zeitenweise einen kleinen Vermerk ein. Andere machen gleichzeitig das Bild schwarzweiss oder lassen den Text in animierter Form über den Bildschirm fliegen (Wie ein Bildschirmschoner).

 

Digital Distribution Copy (kurz DDC)

Die Qualität einer DDC pendelt sich zwischen einem DVD-Screener und einem DVDRip ein, je nachdem wie gut das Quellmaterial bzw. die Fähigkeiten des Rippers sind.



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