Terra X - Der geheime Kontinent - Was geschah vor Kolumbus? |
|||||||||||||||||||
![]() |
|
||||||||||||||||||
| Beschreibung: Wenn sich die ZDF-Wissenschaftsreihe "Terra X" das Ziel setzt, die Welt vor und nach Kolumbus unter ökologischen Gesichtspunkten zu unterscheiden, dann darf man sich auf eine multimediale Hochglanzproduktion gefasst machen, die nicht an Mittel geizt. Klar, dass da der wackere Kolumbus mit seiner Santa Maria gar kühn in die Ferne blickt. Nicht um, wie gedacht, Amerika zu entdecken, sondern Indien, weshalb ja die Ureinwohner Amerikas bis heute Indianer heißen. Mit Hubschraubern wird über Büffelherden und Inkapyramiden geflogen, und die CGI-Spezialisten (Computer Generated Images) heizen die Trickkiste an, dass es eine Freude ist. Eine Hochglanzproduktion von ZDF Enterprises, ARTE und National Geographic Channel, die en masse ökologisch-historische Details zutage fördert.
Seide und Edelsteine waren es ja wohl, die den Anstoß zur Amerika-Entdeckung gaben: Die Türken hatten die Seidenstraße verstellt, da hieß es neue Wege gehen. So brach Kolumbus mit seinen drei Schifflein und einem Haufen zweifelhafter Abenteurer auf, um den Osten hinter der untergehenden Sonne zu suchen. Dort glaubte er sich später angekommen - übrigens sein Leben lang, der Ärmste! Wie sich nun die Kontinente Amerika und Europa ökologisch gegenseitig beeinflussten (vor allem Europa Amerika, aber auch umgekehrt), bekommt der Zuschauer in farbenfrohen Bildern, aber auch mit fanfarenhaftem Zuckerguss auf der Tonspur im gut zu konsumierenden Schnelldurchlauf erklärt. So werden die Digest-Fragen: "Wussten Sie, dass ... die Indianer erst mit Kolumbus das Pferd bekamen? ... dass die aus Europa eingeschleppten Pocken 20 Millionen amerikanische Ureinwohner dahinrafften? ... dass die - wohlgemerkt amerikanische - Kartoffel Millionen Europäer vor dem Hungertod rettete und die Städte explodieren ließ?" derart korrekt beantwortet, dass man sich mit der Wiedergabe des Ergebnisses zumindest bei jedem Stammtisch sehen (und hören) lassen kann. Die euro-amerikanischen Animateure sorgten darüber hinaus auch dafür, dass sich die frühere Welt der Urwälder hier wie dort imaginieren lässt. Die Macher vom ZDF und vom National Geographic Channel wissen ein Lied davon zu singen, wie schwer es war, ursprüngliche Landschaften zu finden oder zu regenerieren. Für historische Filmszenen - Europa ohne Mais und Kartoffeln - lassen sich keine Studios bauen. Und in Südamerika, so lehrte die Erfahrung, gibt es "kaum eine Lamaherde, in der sich nicht ein Schaf versteckt". Und natürlich gibt es in Amerika kaum einen Landstrich ohne Getreide und ohne Kühe - so wie das vor Kolumbus war. Alles in allem eine spannende Lektion interkontinentaler Ökogeschichte, die man hier - ausgehend vom amerikanischen Bestseller "1491" von Charles Mann - zusammentrug. Und wenn die Uniexperten in ihren Statements auch das gute alte Bildungsfernsehen wieder auferstehen lassen, wenn sie von Ackerbau und Viehzucht dozieren, so macht der raunend kommentierende Ökomärchen-Erzähler mitsamt einem nachgestellten Kolumbus ("Das alles begann vor etwas mehr als 500 Jahren ...") vieles wieder wett. Im Großen und Ganzen hat der "Columbian Exchange", der Austausch zwischen Europa und Amerika ab 1492, auf Dauer beiden Teilen gleichermaßen geholfen wie geschadet. So ist das mit dem Globalisierungsbeginn. Ich gebe dir meine Pest, die Pocken und den Apfelbaum - und bekomme dafür deine Syphilis, deine Kartoffeln und Tomaten. Nach Schätzungen sollen 90 Prozent der amerikanischen Ureinwohner, vor allem durch Viren, gestorben sein. Fällt schwer, bei der "wahren Eroberung Amerikas" wirklich von einem "Austausch" zu sprechen. |
|||||||||||||||||||
| Passwort: www.torrent.to | |||||||||||||||||||
| Download: (einem Freund weitersagen) |
|||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||
| Sonstiges: Sektion: TV - Dokus Sprache: Deutsch Format: DivX/XviD Bild: dTV-Rip Ton: dTV-Rip Passwort: www.torrent.to |
|||||||||||||||||||

